Geschwungene Formen, eine echte Landmarke – so präsentiert sich die neue Skulpturenhalle an der Raketenstation der Insel Hombroich. Der Künstler
Thomas Schütte hat dieses ambi­tio­nierte Projekt initiiert und das mit ganz speziellen Plänen für die Zukunft.

Schon von weitem sieht man den ovalen Bau, der sich in der idyllischen Landschaft der Museumsinsel Hombroich wie ein Ufo ausmacht. Ein Bau, der schon aus der Distanz ahnen lässt, dass hier im wahrsten Sinne des Wortes Großes passiert. Denn was hier entstanden ist, das ist die neue Skulpturenhalle, die Thomas Schütte entworfen und aus eigenen Mitteln gebaut hat.

Auf rund 700 Quadratmetern ist hier ein Ort entstanden, der, anders als die Bauten der Museuminsel, ausschließlich den großen Formaten vorbehalten ist. Hier können ausladende Skulpturen präsentiert werden, hier hat die Kunst den Raum, den sie braucht.

Man muss an später denken
Schütte selbst ist ein ausgesprochen produktiver Künstler. Neben der Malerei sind immer wieder Skulpturen und Installationen in seinem Schaffen zu finden. Und ganz nebenbei hat der 61jährige auch noch eine Schwäche für Architektur, sein liebstes „Hobby“ wie er selbst einmal sagte. Da verwundert es nicht weiter, dass Schütte selbst die Entwürfe zu der neuen Halle gefertigt hat, denn neben der Lust am Gestalten hat die Halle noch einen ganz anderen Hintergrund.

Die Halle wird später im Untergeschoss das gesamte Schaffen Schüttes aufnehmen, um es so für die Nachwelt zu erhalten. Schütte distanziert sich so vom Kunsthandel und will seine Erben auch nicht vor die Herausforderung stellen, sich um die Aufbewahrung aller Arbeiten kümmern zu müssen. Und ganz nebenbei schenkt der Künstler der Allgemeinheit einen modernen und aufregenden Ausstellungsort.

Eröffnet wird die Halle zunächst mit einer Ausstellung des italienischen Künstlers Mario Merz, dessen Werke, die der arte povera zugeschrieben werden, in einem wunderbaren Dialog mit der sachlichen Schlichtheit der Halle stehen werden und einen idealen Auftakt bilden.

 

Skulpturenhalle Thomas Schütte,
Raketenstation Neuss