Hört man etwas von einer Sequoia­farm oder von einem Arboretum weiß nicht jeder, was gemeint ist. Was sich hinter diesen nicht ganz geläufigen Begriffen versteckt, ist einer der wohl eindrucksvollsten Parks am Niederrhein mit einer ganz besonderen Sammlung an Bäumen.

Eigentlich gehören Mammutbäume, man nennt sie im Fachjargon auch Sequoien, nicht an den Niederrhein, aber es ist dem unbändigen Interesse von Ernst und Illa Martin an der Natur geschuldet, dass es heute in Nettetal-Kaldenkirchen eine atemberaubende Sammlung an Bäumen gibt, wie man sie so nur selten findet. Neben drei Mammutbaum-Arten findet man zahlreiche seltene Gehölzarten auf einem 3,5 Hektar großen Gelände, das Besucher jeden Alters zu einem Ausflug einlädt.

 

Exoten aus aller Welt in Kaldenkirchen

Nach einem verheerenden Brand im Jahre 1947 wurde der sogenannte Grenzwald nahezu vollständig vernichtet und Ernst Martin leitete die Wiederauffors­tung. In Kaldenkirchen standen damals bereits 2 große Bergmammutbäume. Diese Tatsache und Besuche in Kalifornien brachten die Martins dazu, ab 1950 die größte Baumart der Erde in großer Zahl heranzuziehen und erstmals in Deutschland Versuche zum forstlichen Anbau durchzuführen. Zwar wurden die Exemplare am Niederrhein nicht ganz so groß wie ihre weltberühmten Verwandten in den USA, aber mit Höhen um die 40 Meter, sind auch die Kaldenkirchener Exemplare beeindruckend.

Neben den Mammutbäumen finden sich aber auch noch eine ganze Reihe anderer, seltener Bäume in Kaldenkirchen, die nicht nur für Gartenfreunde und Baumexperten spannend sind. Bei einem Spaziergang über das Gelände können die Besucher Exotisches aus aller Welt am Niederrhein bestaunen.

 

 

Sequoiafarm Kaldenkirchen
Buschstr. 98, Nettetal-Kaldenkirchen